Menü
Foto-Blog über Hunde, Kommunikation & Erziehung
  • Ich bin die Hanna,

    ich bin nicht nur schlau, sondern auch clever!

  • Hier bei meiner Ankunft

    auf dem Hof. Da war ich etwa 12 Monate alt.

  • Entspannt im Garten ...

    einfach mal rumliegen und chillen.

... vermutlich

wurde ich am 10. März 2005 in Jugoslavien geboren. Man weiß es nicht ganz genau, weil niemand bei der Geburt dabei war, außer meiner Mama.

Meine Mama hat mich auf der Straße hinter einer Mülltonne geboren. Gefährlich war das damals so dicht an der Straße und wir hatten oft sehr große Angst, vor allem wenn Nachts die Katzen und Ratten um uns herum schlichen.

Eines Tages kam meine Mama nicht mehr zurück und meine Geschwister und ich saßen nun da. Ohne Essen. Ohne Mama.

Ich wurde auf der Suche nach meiner Mama von einem Auto angefahren und lag nun da, total erschöpft, verletzt, als mich diese Menschen mitnahmen.

Sie brachten mich zu einem Doktor und pflegten mich. Sie wollten mich nicht zurücklassen, verlängerten ihren Urlaub und nahmen mich mit nach Deutschland, im Flugzeug.

Vorher musste ich noch geimpft werden und in Quarantäne.

Als wir zu Hause ankamen, war da schon ein Dackel im Revier. Nun ich war erstmal froh überhaupt irgendwo zu sein, es war warm und gemütlich und ich total erschöpft von den Strapazen der letzten Wochen. Der Dackel ärgerte mich ständig. Ich konnte mich nicht wirklich wehren, hatte ja auch gar keine Kraft mehr. An meine neue Umgebung konnte ich mich nur schwer gewöhnen.

Und dann dieses Futter? Das soll man essen? Wo ist meine Mama, was ist mit meinen Geschwistern? Eines Tages, ich war noch nicht lange in diesem neuen Umfeld, klingelte es an der Tür. Frauchen nahm mich auf den Arm, ihr Freund öffnete und ein Mann kam herein. Er roch gut - nach Land, Wiesen, Wald und Vieh und ich musste ihn immer wieder anschauen.

Er hatte eine ruhige freundliche Ausstrahlung, irgendwie konnte ich nicht mehr wegschauen.

Ich dachte schau mich doch an, kannst Du mich mal anschauen? 

Er schaute nicht, er sprach mit meinem Herrn. Ich steckte immer wieder die Nase in die Luft und versuchte die Gerüche zu definieren. 

Ich glaube der guggt mich nie an. Ich musste vor Aufregung zittern.

Ich geb auf, dachte ich und schnaubend legte ich den Kopf in den Arm meiner Herrin und dachte der guggt mich eh nie an! Niemals!

Doch dann "Hey, wer bist Du denn? Hallo?" Ich hob langsam meinen Kopf und schaute ihm fest in seine blauen Augen. Ich rief in mir, EY nimm mich mit, kannst Du mich mitnehmen? Verstehst Du mich? Ich geh mit!

Er streichelte mich vorsichtig unterm Kinn und sagte "Ja Dich könnt ich glatt mitnehmen!"

Gesagt - getan!

JA! Hier bin ich nun fast ein ganzes Leben lang und habe schon einige Hunde, Katzen und andere Tiere ausgebildet und groß gezogen.

Ich bin in jetzt in Rente und stolz wie Carla das Rudel nun führt und sie Paul alles beibringt, aber ich habe die Beiden im Auge und aufpassen tun wir eh alle gemeinsam!

Ich muss schon sagen, Carla ist halt auch viel stärker als ich und ist erwachsen geworden und nun mit Paul, na da haben wir eine Wuchtbrumme bekommen, gibt schon ein Stück Sicherheit einen Rüden im Rudel zu haben.

 Hanna 11/2018

Buchempfehlungen: