Menü
Foto-Blog über Hunde, Kommunikation & Erziehung
  • Australian Shepherd Hündin

    (C) Sören Büllesfeld

  • Verschiedene Jagdtypen

    (C) Illona Schippers

  • (C) Illona Schippers

  • (C) Illona Schippers

  • Pinkeln und Wegrennen

    ja das hat man gern.

  • Australian Shephard Rüde

    (C) Steffi Kircher

Hundetypen

Ray Coppinger unterteilt in seiner Analyse der Bewegungsmuster von Hunden bei der Jagd in unterschiedliche Hundetypen.

Er unterteilte in 7 Gruppen: Den Wildhund, Hütehund, Treibhund, Heeler, Pointer und Jagdhund sowie den Retriever.

Er untersuchte die Verhaltsenmerkmale in Bezug auf die Jagd vom Orten, Anpirschen, Fixieren, hetzen bis hin zum Packen und Töten. Bei verschiedenen Hundetypen wurden durch Zucht z.B. beim Hütehund ungewollte Eigenschaften herausselektiert (das töten) und mit Hunden, die die gewünschten Eigenschaften zeigten, weiter gezüchtet. Oft werden aber nicht nur gewünschte Eigenschaften weiter vererbt, sondern insbesondere auf optische Merkmale geachtet, weswegen auch nicht erwünschte Eigenschaften oder auch genetische Mutationen und Krankheiten weiter vererbt werden können.

Ängste und Stress sind nicht angeboren, fand man heraus, sie entwickeln sich erst ab der sechsten Lebenswoche. In dieser Zeit sind die Welpen besonders reizempfindlich. Die Zeit bis zur sechsten Lebenswoche sind sie sehr unempfindlich für Reize, weswegen man sie gut an sie gewöhnen kann.

Umso früher man einen Hund also mit Reizen konfrontiert oder sie ihm aussetzt um so unempfindlicher ist er später und weniger gestresst können sie durch den Alltag gehen. Welpen die isoliert und zu wohl behütet aufgezogen werden und somit keinen oder nur wenigen, vielleicht immer gleichen, Reizen ausgesetzt werden, zeigen schnell unerwünschtes Verhalten, vermehrtes Markieren, Angstbeißen, Angst und Stress, Autos jagen usw.

ursprünglicher Verwendungszweck

Dr. Paquale Piturru spricht in seinem Buch "Lassie, Rex & Co. klären auf" von rassetypischen Eigenschaften. Diese unterteilte er in Gruppen mit besonderen Verhaltenseigenschaften.  So spricht er von Bauernhunden, den Begleithunden, von Schäferhunden im Sinne von Hütehunden, und von Schweißhunden, die anhand der Blutspur das Wild orteten. Jagdhunde kann man nochmals an Hand ihrer Spezialisierung unterscheiden.

Man fand ebenfalls heraus, dass sich mit der Selektion der gewünschten Eigenschaften auch das äußere Erscheinungsbild der Nachkommen ändert. Folglich kann man vom Aussehen auch auf die Eigenschaften bei Hunden schließen.

Der Rüde oben ist 10 Monate alt Australien Shepherd, der Rüde unten 13 Jahre Border Collie. Er durfte seine Gene kürzlich nochmals weitergeben. Hüte-Qualitäten sind bei den Nachkommen sehr wahrscheinlich. Beide Hunde zeigen unterschiedliche Bewegungsmuster.

 

Bewegungsmuster

Ein Wildhund hat sicherlich noch das ausgeprägteste Jagdverhalten bei dem das komplette Bewegungsmuster gezeigt wird. Vielleicht kann man es mit dem heimischen Fuchs vergleichen?

Orten >> Fixieren >> Anpirschen >> Hetzen >> Packen >> Töten

Bei anderen Hundegruppen sind manche Bestandteile weniger oder gar nicht mehr ausgeprägt. Dennoch sind sie tief in der Genetik gespeichert und vielleicht durch einen Schlüsselreiz wieder abzurufen. So sagte mir Petra bei unserem ersten Training mit Paul, jetzt rufen wir den genetischen Programmcode ab und er schwirrte um die Schafe und zeigte Zwickverhalten.

Der Boder Collie zeigt das Fixierverhalten und Anpirschen sehr ausgeprägt, wobei beim Sennenhund auch das s.g. Fesselzwicken (Packen) noch oft gesehen wird, bei einem Holanndse Herder z.B. das reflexartige Schnappen, welches durch Schlüsselreize ausgelöst wird. Ihrem Herrn gegenüber sind sie sehr loyal und zeigen eine hohe Arbeitsbereitschaft. Bei einem Jack Russel, das zupacken bei quietschenden Geräuschen. Also ist ein gewissenhafter und konsequenter Umgang mit dem Tier und seinen Mitbewohnern unerlässlich.

Genau deshalb sollte man bei der Wahl des Hundes wissen, welche Eigenschaften er genetisch bereits mitbringt. Auch und insbesondere wenn es sich um einen Mischling handelt. Hier können explosive aber auch günstige Eigenschaften kombiniert sein.

Bei Hanna weiß ich nicht, welche Rassen in ihr stecken könnten. Ich habe solch einen Hund, der ähnlich aussieht auch erst noch zweimal bisher gesehen. Aber Facebook macht es möglich und so konnte ich doch noch ähnliche Hunde finden. Wir werden weiter berichten.

Ray Coppinger hat herausgefunden und so sehe ich es durch meine Beobachtungen auch, dass man jedem Hund alles beibringen kann, wenn man möglichst frühzeitig damit beginnt, die richtigen Rahmenbedingungen schafft und den Hund gezielt auf das gewünschte Verhalten fördert. Würden Sie glauben dass der Hund links auf dem Bild jegliches Vieh von einer Koppel zur nächsten bringen kann?

Wildhund

Der Wildhund wird das gesamte Bewegungsmuster der Jagd ausführen. Vom orten, fixieren, anpirschen, hetzen, packen - bis hin zum töten und fressen. Man wird ihn nur schwer bis gar nicht "gezähmt" bekommen.

Bei meinen Katzen kann man das schön beobachten, da sie frei leben gehen sie auch jagen und das sehr erfolgreich. Es wurde ihnen nicht abtrainiert - im Gegenteil, es wurde gefördert.

Bauernhunde

sind groß und mächtig, der Bernhardiner ist solch ein Vertreter. Da sie zum Bewachen von Haus und Hof gezüchtet wurden, haben sie keine Neigung zum Streunen und kommen eher "gemütlich" daher. Sie bringen ein ausgeprägtes Territorialverhalten mit. Daher kann es vorkommen, dass Hunde dieser Rassen einfach etwas Anderes für sie interessantes verteidigen, wenn es sonst nichts zum Bewachen gibt.

Hütehund

Da fällt uns gleich der Border Collie ein oder der Australian Shepherd. Aber auch der Schäferhund gehört ursprünglich zu den Hütern und Beschützern des Viehs und des Menschen. Herder eignen sich auch besonders dafür oder auch der Malinois oder der Tervueren. Auf dem Bild seht ihr einen unterbeschäftigen Border Collie der in meinem Teich seine überschüssige Energie entladen durfte. Toller Typ! Er wäre sicherlich gut für die Arbeit an einer Schafherde geeignet.

Treibund

sie wurden zum treiben des Viehs, meist Kühen in größeren Herden gezüchtet. Zupacken mussten sie schon mal, aber das erlegen wurde weitgehend heraus selektiert. Hierzu gehören z.B. der Bouvier des Ardennes, Bouvier de Flandre, Australien Cattle Dog, die Sennenhunde, z.B. der Appenzeller und der Berner Sennenhund, lt. FCI und Wikipedia gehört der Australien Shepherd nicht dazu. Aus meiner Sicht und meinen Erfahrungen mit dieser Rasse speziell, jedoch schon aber vielleicht auch bei den Heelern einzuordnen, wenn sie überhaupt einzuordnen sind.

Quelle: Scheuerhof Tierakademie, (C) Ray & Lorna Coppinger

Heeler

zum Beispiel der Australian Cattle Dog und auch der Australian Shepherd. Er treibt das Vieh unermesslich, er ist schier unermüdlich, eine echte Leistungsmaschine, kompakt gebaut, leicht, laufen auch schon mal auf einer Herde bis an deren Anfang oder lassen sich auf Kommando dazwischen fallen und teilen die Herde so auf.

Sie packen zu, sind gehorsam und sehr mutig. Das Töten wurde ihnen weitgehend heraus selektiert.

(C) Illona Schippers
(C) Illona Schippers

Der Jagdhund

Das Jagdverhalten an sich zeigt jeder Hund! Der Hund ist ein Jagd- und Beutetier. Inwieweit sich das Jagdverhalten später äußert, hierauf hat der Mensch großen Einfluss und da sollte man auch schon in den frühen Lebenswochen die richtigen Weichen stellen. Bei manchen Hundetypen sind einzelne Sequenzen des Jagdverhaltens mehr ausgeprägt als bei anderen Hundetypen, da durch Zufall oder Zucht genau hierauf selektiert wurde. Nehmen wir beispielsweise den Border Collie, der die Beute schon extrem fixiert und einzelne Funktionen des Jagdverhaltens sehr ausgeprägt zeigt.

Es sind im engeren Sinne also alles Jagdhunde, Hunde neigen nun einmal zum jagen, zum packen und manche auch zum töten. Dies hat sicherlich auch damit zu tun, inwieweit einzelne Sequenzen des Jagd. und Beuteverhaltens weiter gefördert wurden. Die Gruppe der Jagdhunde wird vom JGHV in 6 weitere Kategorien eingeteilt. Vorstehhunde, Stöberhunde, Schweißhunde, Erdhunde, Jagende Hunde und Apportierhunde, der FCI unterscheidet zusätzlich noch Wasserhunde.  Je nachdem für welche gewünschte Nutzung selektiert wurde entstanden die unterschiedlichsten Jagdhunderassen in ihrer teils sehr unterschiedlichen Bauweise.

.

Ich lernte kürzlich einen Mischling zwischen Border Collie und Appenzeller kennen, bei dem z.B. Beutegreifen in Form von mit allen vieren packen zum töten - unter Einsatz der Wolfskrallen sehr ausgeprägt in Erscheinung trat. Im Welpenalter hat man unbewusst wohl diese Sequenz im Spiel verstärkt bzw. nicht unterbunden, bei so einem Welpen sieht das auch sehr niedlich aus :-/ 

Zu der Gruppe der "Jagdhunde" zählen auch Golden Retriever und Labrador Retriever. Wobei der FCI auch noch nach Wasserhunden unterscheidet. Eine ausführliche Liste der Jagdhunderassen finden Sie bei Wikipedia:

de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Jagdhundrassen_(JGHV)
 

Eine Übersicht über die Hunderassen und Hundetypen finden Sie auf dieser Webseite.

Welchen Hundetyp hast Du?

Wenn Du Lust hast einen Beitrag über Deinen Hund zu schreiben über die Herkunft, die Besonderheiten die Dir aufgefallen sind, dann schreibe mir.

Bis dahin sammele ich gerne weiter und verweise auf die externe Seite von Hundund.de, die mühevoll umfangreiche Informationen über die einzelnen Rassen gesammelt haben und bereit stellen. Der Hinweis sei noch erlaubt, dass wir keine Haftung für die Inhalte von externen Webseiten übernehmen.

Hundetypen

Rüde Spikey - GoldenRetriever & Pudel

Hündin Bella, BorderCollie & Appenzeller

Rüde Blacky, großer Border Collie

Hündin Luna, Hoverward & Strassenmix

Rüde Paul, Australien Shepherd
Hündin Carla, Australien Shepherd
Hündin Hanna, Senfhund

Hündin Hanna, Senfhund

Hündin Carla mit Rüde Paul, Australien Shepherds's

Rüde Loop, Australien Shepherd