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Foto-Blog über Hunde, Kommunikation & Erziehung

Das Leben im Rudel ...

ist aus Sicht des Hundes das Natürlichste und Vernünftigste. Treu dem Motto „gemeinsam sind wir stark!“

Ein Hund braucht ein soziales Gefüge um glücklich zu sein, er braucht eine Aufgabe innerhalb seines Verbundes, auch wenn sie nur so banal erscheint und natürlich braucht er Sozialkontakte und Pflege.

Und er will mit Ihnen zusammen leben, deswegen bitte ich Sie, lernen Sie hündisch und schenken sie ihrem treuen Partner die verdiente Aufmerksamkeit!

Erziehung

Ein Hund dessen Freigeist gefördert wurde, der in selbständigen Entscheidungen bekräftigt wird, wenn sie gut waren, wird stets sein erworbenes Wissen und Erfahrungen festigen und in Kurzzeit einem interessierten Welpen weiter geben. Dies geschieht von Generation zu Generation.

Ob angelernte Verhalten genetisch weiter gegeben werden, darüber habe ich noch nichts gefunden. Aber sicherlich funktioniert Vererbung nicht nur auf genetischer, sondern insbesondere auch auf erworbener Erfahrung. So meine ich es aus eigenen Beobachtungen erkennen zu können.

Reine Kommunikation

Es wird geschimpft, defensiv und offensiv gedroht, verwarnt und gezwickt, das Gesicht verzogen, Zähne gebleckt oder gepfötelt, gerempelt, die Haare gestellt ja mit dem ganzen Körper wird kommuniziert. Er wird auch eingesetzt. Sprache kennen sie nicht, bemühen sich aber unsere Töne zu verstehen und zeigen uns Menschen gegenüber Verhaltensweisen oder Kommunikationsformen, die sie ihren Artgenossen gegenüber nicht zeigen. Zum Beispiel das Grinsen. Aber auch untereinander kann es durchaus einmal ruppig zugehen.

Wenn es klick macht ...

Ständig loten  sie ihre Grenzen aus und ergeben sich dann meist der fürsorglichen Erziehung.

Hunde brauchen klare Regeln und einen souveränen "Rudelführer", auf den sie sich verlassen können, der die benötigten Ressourcen zur Verfügung stellt und für Sicherheit sorgt.

Meine Hunde vermitteln die aufgestellten Regeln innerhalb des Rudels, auch für Gasthunde, sie zeigen Vorteile und Nachteile auf und dies meist in deutlicher Form aber genauso liebevoll wiederum gehen sie miteinander um und sie sind nicht "nachtragend". Durch die Ankunft von meinem Rüden Paul konnte ich das alles noch einmal schön beobachten und studieren.

Ein Welpe ist an allem und an jedem interessiert, der Mensch kann es für sich nutzen, wenn man oder das Rudel ihn bei Fehlverhalten korrigiert und vor allem bei korrektem, und erwünschtem Verhalten bestätigt. Aber auch meine Hündinnen, gerade Carla hat den jungen Mann schwer im Schlepptau. Und Hanna kommandiert von hinterster Front!

Hunde kommunizieren miteinander und berichten über Erlebtes, sie tauschen Erfahrungen aus. Sie korrigieren den Zögling, korrigieren sich gegenseitig, holen sich Bestätigung im Rudel, ja und wenn man sich Zeit nimmt und genau hinschaut merkt man schnell, dass man ein Team geworden ist und Hunde gute "Zuhörer" sind.

Aber sicherlich sollte der erfahrene Hundehalter auch darauf achten, dass der Welpe keine ungewünschten Angewohnheiten der bereits im Verbund lebenden Hunde übernimmt.

Ignorieren

Dieses Verhalten, wie links im Bild -  und auch das gegenseitige Ignorieren konnte ich im Rudel sehen. Man kann viel von seinen Hunden lernen, wenn man genau hin schaut.

In meinem Rudel halten wir zusammen und sind gleichermaßen konsequent im Umgang mit Paul. Alles hat Abläufe und Regeln und ist weitgehend strukturiert.

(C) Foto - Ilona Schippers - Sozialisierung

Hinsehen!

Wir Menschen haben generell das Problem dass wir eigentlich gar keine Zeit haben um zu zu hören oder hin zu sehen. Auch für die Kommunikation nehmen wir uns kaum noch Zeit, so dass ein produktiver Austausch nur schwer möglich ist. Kommunikation benötigt einen Sender und einen Empfänger, sie hat Ursache und Wirkung. 

Kommunikation braucht aber Zeit - sehr viel Zeit! Mit ist es wichtig mit meinen Tieren zu kommunizieren und das beginnt eben auch beim Hinsehen und Zuhören.  Hebt er den Hörer ab oder muss ich wieder auf Band sprechen?

Wir gehen den ganzen Tag arbeiten. Wieviel Zeit bleibt für ihren treuen Kameraden? Was unternehmen Sie mit ihm? Machen Sie Sport? Gehen Sie joggen? Es braucht nicht jeden Tag viel Aufregung oder besondere Aktivitäten, auch Spiele für Kopf und Geist können im Haus oder beim Spazieren gehen gespielt werden um z.B. Kommandos zu festigen oder eben auch einfach den Hund auf sich selbst zu konditionieren und für den entsprechenden Spaß zu sorgen. 

Das Rudel schläft zusammen, regelt wer Wache hält, passt aufeinander auf und versorgt sich gegenseitig mit Nahrung. Wobei die Nahrungsbeschaffung heute dem Menschen obliegt. Unser Paul ist mittlerweile auch schon groß und beschützt die Mädels hervorragend, wenn Hanna anschlägt - schiebt er sich selbstbewusst davor.

Zwischen der 3. und 18. Woche sind die wichtigsten und sensibelsten Wochen im Leben eines Hundes. (Sozialisation) Ray Coppinger nennt diese Phase die "kritische Phase" Bis zur 8. Woche wird er nur in seinem Familienverbund sein und meist kurz danach in sein neues Zuhause umziehen.

Bis zur 12. Woche, Pituru schreibt - bis zu 18. Woche,  ist die Zeit der Sozialisation (siehe Lebensphasen) Ray und Lorna Coppinger, schreiben in ihrem Buch "Hunde" bis zur 16. Woche.

Danach ist die Phase der Sozialisation abgeschlossen. Daher liegt bereits in den ersten Wochen eine enorme Verantwortung in den Händen des Züchters. Die Welpen sollten in dieser Zeit möglichst vielen Reizen ausgesetzt werden und nicht wie viele unerfahrene Hundebesitzer meinen, sie zu Hause wohl behütet zu verwahren.

Die Erkenntnis ist, umso früher um so besser. Ich glaube um so früher der Kontakt des neuen Besitzers, der neuen Familie zu seinem Welpen ist, desto besser. Bringt man den Hund in dieser Zeit z.B. gar nicht mit anderen Menschen zusammen, wird er später auch keinen Kontakt dahin wollen und ggf. sogar unerwünschtes Verhalten, wie Angst und/oder Aggression gegenüber Fremden zeigen.

Meine Hündin Carla habe ich früh und regelmäßig bei ihrer Züchterin besucht, dies erklärt auch die innige Bindung zu mir, ihrem Menschen.

In der Natur bei Wölfen übernehmen die Rüden ab etwa der 15. Lebenswoche die Welpen um sie in der Futterbeschaffung anzulernen. Diese Rolle der Ressourcenbeschaffung übernimmt der Mensch, der sich als Oberhaupt des Rudels sieht, aber meist nur Futterverteiler ist.

Gerade diese ersten Wochen sind außerordentlich wichtig um den Hund zu sozialisieren, also möglichst mit vielen unterschiedlichen Hunden und Menschen, schreienden Kindern, Katzen, Hühnern und all dem was es bei Ihnen zu Hause zu entdecken gibt zusammen zu bringen und ihn an die Umwelt zu gewöhnen.

Genau in dieser sensiblen Phase bekommen Sie Ihren Welpen, vielleicht auch noch den ersten?

Wenn Sie noch am überlegen sind sich einen Hund anzuschaffen, bitte kaufen Sie sich vorher ein Buch. Ich habe Ihnen in meiner Bücherliste gute leicht lesbare Lektüre zusammen gestellt.

Und es bringt nichts wenn sie sich erst informieren oder Trainer buchen, wenn der Hund in den Brunnen gefallen ist.

Die ersten Wochen sind wirklich außerordentlich wichtig!

 

Beziehungen

In unserem Rudel pflegen wir Beziehungen miteinander. Die Hunde unter sich, die Katzen untereinander, Katzen und Hunde miteinander, harmonisch jeder mit seinen Regeln und Grenzen, die ich unterstütze, ich mit meinen Regeln und Grenzen dem Rudel gegenüber und jedem Einzelnen, ja und da achtet auch meine Hündin schon drauf, dass Paul sich daran hält.

Im Verbund

Das Rudel ist die „Familie“ des Hundes, sein Verbund – mit klaren Regeln und Grenzen.  Ich mag weder das Wort Rasse noch Rudel oder Rangordnung, verwende sie hier aber stellenweise, da diese Begriffe allgebräuchlich sind.

Hier auf dem Bild zieht Carla ein Katzen Junges groß, das wurde ganz schön behütet und durfte ohne Begleitung oft nirgends hin und wenn es seinen zugewiesenen Platz verließ wurde es mit der Nase zurück geschuppst oder auch schon mal wieder zurückgetragen.

Natürlich, so wie es die Natur vorgibt, wurde Carla scheinschwanger und bekam Milch. Das Trinken habe ich unterbunden tut auch mit kleinen Katzenzähnchen ganz schön weh. Zitzen kühlen, das hilft. ;-) Milchleiste vorsichtig massieren...

Regeln gelten für alle, auch für die Katze, Regeln die es von Anfang an gibt und denen die man sich selbst im Laufe der Zeit gegeben hat oder eben das Rudel aufstellte, stehen niemals in Frage - sie gelten immer!

Wir im Rudel ...

Spielerische Jagd-Übungen Carla mit Paul

 

... macht Laune ...

Unser kleines Rudel: Carla, Paul und Hanna

  

Ankunft zu Hause mit Paul

Der Tag der Ankunft von Paul