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Foto-Blog über Hunde, Kommunikation & Erziehung
  • Vom Hund zur Rasse

    Wie entstand der heutige Haushund, welche Eigenschaften bringt er mit und welche Besonderheiten sind zu beachten?

Der Ursprung der Rassehunde

Die Hunde, also die Canis lupus Familiars, kann man in 4 Gruppen der Urhunde unterteilen, die Canis Matris Optimae, Canis Intermedius, Canis Leineri und Canis Inostranzewi aus denen wiederum die einzelnen Hundetypen & Rassen enstanden sind. Die Einteilung in diese Gruppen lässt spezielle Verhaltenweisen erkennen und zuordnen und mit dem heutigen Phänotyp (Bauweise des Hundes) in Beziehung bringen.

Aus diesen Urhunden wieder rum leitet man die einzelnen Rassen & Hundetypen ab, denen man gewisse Eigenschaften zuschreiben kann. Aber auch extreme Mutationen, wie langes Fellkleid, eingeschränktes Sichtvermögen, mutierter Körperbau, z.B. kurze Beine, Kieferstellung wurden selektiert um dem jeweiligen Zweck (z.B. der Jagd von Kleinwild) zuträglich war. Heute stehen eher Modeerscheinungen im Vordergrund. Der FCI vergibt die Rassebestimmungen. Zweifarbige Augen bedeutet nicht unbedingt gesunder Hund. Nun denn, wie ist der Hund in seiner Vielfältigkeit entstanden?

Canis Matris Optimae (Schäferhunde)

Rassen
(ein Auszug)
Besondere Eigenschaften

Mögliche Stereotypen und Zwangshandlungen

Erbkrankheiten

ungünstige Mutationen
  • Collie
  • Australien Shepherd
  • Border Collie
  • Sheltie
  • Deutscher Schäferhund
  • Spaniel
  • Husky
  • Sheltie
  • Karelischer Bärenhund
  • Belgischer Schäferhund
  • Münsterländer
  • Deutsch Langhaar
  • Deutsch Drahthaar
  • Ausdauernd
  • Besondere Hüte-Eigenschaften
  • Arbeitsbereitschaft
  • Fixed Eye
  • Wachsamkeit
  • Schutzbereitschaft
  • Jagdinstinkt
  • Territorialverhalten
  • Entscheidungsfreudig
  • Mensch bezogen
  • Treibfreudig
  • Bellfreudig
  • hohe Lernbereitschaft
  • sehr intelligent
 
  • Mücken Jagen
  • Rute jagen
  • Fahrräder jagen
  • Autos jagen
  • Schnappen
  • Epilepsie
  • erhöhte Aggressivität
  • Gegenstände Knabbern
  • Selbst Zerstümmelung
  • Pfoten lecken
  • Zwangsneurosen
  • Stereotypen
  • Depressionen

 

>>> Fachlektüre:

Eine Studie der tierärztlichen Hochschule Hannover über Verhaltensauffälligkeiten bei den Rassen Border Collie und Australien Shephard. Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover

Canis Intermedius (der Jagdhunde)

Rassen
(ein Auszug)
Besondere Eigenschaften

Mögliche Stereotypen und Zwangshandlungen

Erbkrankheiten

ungünstige Mutationen
    • Lhasha Apso
    • Samojede
    • Malteser
    • Bochon Frise
    • Chihuahua
    • Pudel
    • Toy Spaniel
    • Water Spaniel
    • Kleinspitz
    • Irish Setter
    • Cocker Spaniel
    • Vizsla
    • Weimaraner
    • Deutsch Kurzhaar
    • Mops
    • Pekinese
    Labrador Retriever
    • temperamentvoll
    • ausgeprägtes Jagdverhalten
    • Hetztrieb
    • Gute Fährtenleser 
    • Wachsamkeit
    • Angriffsbereitschaft
    • Gute Zubeißer
    • komplettes Bewegung
    • Bellfreudig
    • lebhaft
    • treu
     
    • Rute jagen
    • Objekte jagen
    • Übersprungshandlungen
    • Zubeißen bis hin zum töten
    • stereotypes bellen
    • teils erhebliche Mutationen des Phänotyps

     

>>> Fachlektüre:

Eine Untersuchung zu rassetypischen Verhaltensweisen: Rassetypische Verhaltensweisen

Canis Leineri (der Windhunde und des irischen Wolfshunds)

Rassen
(ein Auszug)
Besondere Eigenschaften

Mögliche Stereotypen und Zwangshandlungen

Erbkrankheiten

ungünstige Mutationen
      • Windhunde
      • Russischer Laufhund
      • Barsoi
      • Afghane
      • Pharaonenhund
      • Greyhound
      • Deutsche Dogge
      • Besset Hound
      • Dalmatiner
      • Schweisshund
      • Mops
      • Pekinese
      • verschiedene Terrier
      • Dachshund (Dackel)
      • Beagle
    • lauffreudig
    • aktiv
    • verspielt
    • ausgeprägtes Meuteverhalten
    • ausgeprägtes Jagdverhalten
    • hohe Wachsamkeit
    • gute Fährtenleser
    • mutig
    • anhänglich
    • Besitzergreifend
    • bellfreudig
     
    • weglaufen
    • Neigung zu Neurosen
    • Neigung zu HDS
    • teils erhebliche Mutationen des Phänotyps)

>>> Fachlektüre:

Eine Untersuchung zu rassetypischen Verhaltensweisen: Untersuchung zur Klassizierung von abnormal-repetitiven Verhaltensweisen bei Hunden.

Canis Inostranzewi (der nordischen Hunde, des Deutschen Schäferhundes & des Mastiffs)

Rassen
(ein Auszug)
Besondere Eigenschaften

Mögliche Stereotypen und Zwangshandlungen

Erbkrankheiten

ungünstige Mutationen
  • Molosser
  • Dogge
  • Alaunt
  • Komodor
  • Kuvasz
  • Sennenhund
  • Bernhardiner
  • Bolldogge
  • Boxer
  • Schnauzer
  • Bullmastiff
  • Manchester Terrier
  • White English Terrier
  • Dobermann Pinscher
  • Bullterrier
  • Französische Bulldogge

Labrador Retriever

  • Robust
  • mutig
  • reserviert
  • Territorial
  • Bellfreudig
  • hohe Wachsamkeit
  • angeborener Schutztrieb
  • Niedrige Reizschwelle
  • Verteidigungsbereitschaft
  • Weniger Neigung  zum Streunen
  • Menschbezogen
  • loyal
      • Übersprungshandlungen
      • Reflexbeißen
      • Erhöhtes Aggressionspotential*)
        (* meist verursacht durch unsachgemäßen Umgang mit dem Tier oder Vernachlässigung

>>> Fachlektüre:

Eine Untersuchung zu rassetypischen Verhaltensweisen: https://www.zmr-ev.de/